Abendkleid: Sie hat angefangen…

Deep am 17. Mai 2012 um 10:27 pm

… mit einem neuen Schnitt.

Mittlerweile war ich so blockiert, dass ich einfach nicht mehr weitermachen konnte. Daher habe ich mir gestern spontan im Karstadt einen neuen Schnitt zugelegt.
Die Rahmenbedingungen (die da wären: maximal 3,5m Stoffverbrauch, Stoff mit leichtem Stand muss okay sein, der Schnitt sollte nicht zu kompliziert sein, er muss vorrätig sein) haben die Auswahlmöglichkeiten stark reduziert. Ausgewählt habe ich dann den Butterick B4731 (die Version in der Mitte mit dem Volant). Unter anderem, weil der Stoffverbrauch für das Kleid bei knapp 2,5 m liegt und man noch einen Bolero machen kann.

Den heutigen (natürlich sonnigen) Feiertag habe ich also eingeschlossen in der Wohnung verbracht. Angefangen habe ich am Vormittag mit einem Probeteil.
Das Ergebnis: zu weit, eine Nummer kleiner probieren. Jopp, bis auf die Brust (mal wieder) passt es. Macht nichts, das wird am fertigen Stück angepasst. Zack, Seide ausgebreitet und das Kleid zugeschnitten. Ich bin selbst von meinem Mut und meinem Elan überrascht - vielleicht ist es aber auch nur der Zeitdruck… wer weiß ;-)

Mir sind während des Fertigungsprozesses (welch tolles Wort) gegen Ende ein paar dumme Fehler unterlaufen. Naja, kein Wunder nach sechs Stunden Näharbeiten lässt einfach irgendwann die Konzentration nach. *tüdelü*
Alles lief anfangs also prima, und dann kam der Volant. Aus Seide lief der auch noch prima.
Und dann *dramatische Musik einspielt* dachte ich: “Warum nicht mit dem hässlichen rosa Futterstoff füttern? Den sieht man ja eh nicht, der ist schön rutschig, dann hängt nichts an der Strumpfhose und ich habe ja mehr als genug davon.”
Gedacht, getan. Futter zugeschnitten, am Seidenvolant festgenäht. Den Volant ans Kleid genäht. Sich darüber gefreut und beschlossen das ganze im Spiegel zu bewundern. Schwupps, ins Kleid geschlüpft, dann der große Schock:
Verdammt! Man kann doch in den Volant gucken! Alles schön blau und dann plötzlich dieses elende rosa um die Füße! o.Ô
Das muss alles wieder ab!

Ich setze mich also hin, nehme das Kleid und den Nahtauftrenner in die Hand und denke:
“Heee… du könntest auch… mhm.. ja… nicht ganz sauber und nicht die elegante Version, aber schnell.” Nahtauftrenner weggelegt, Schere zur Hand genommen. Die Schere beginnt den rosa Volant wegzuschneiden. Schnippschnapp. Schnippschnapp.
F-U-C-K!
Das war der Oberstoff -.- Ich habe ein Loch in den Seidenvolant geschnitten! AARGH!

Tja, die Strafe für Gepfusche folgte prompt. Gut, dass ich noch Seide da habe. Hoffe nur, dass danach auch noch genug ist für einen Bolero (sofern mir dafür noch Zeit bleibt^^).

Doch genug gelabert nun, es folgt ein Foto auf Henrietta. Ein völlig unzensiertes und ungeschnittenes Foto.

So schlimm wie auf dem Bild sieht übrigens auch die Küche aus (bzw. sah, habe sie schon ein wenig aufgeräumt :-) ebenso das drumherum von Henrietta).

Und nun wünsche ich eine gute Nacht und beneide im Stillen jene, die morgen nicht arbeiten gehen müssen. :-)

Ja, wann fängt sie denn endlich mal richtig an?

Deep am 13. Mai 2012 um 3:48 pm

Eine berechtigte Frage. Ich weiß es selber nicht, ich hoffe spätestens am Donnerstag…. und dann ist es auch schon allerhöchste Eisenbahn, die Zeit schwindet zunehmend. Nächstes Wochenende ist das letzte, wo ich noch was nähen kann, und da bin ich auch direkt mal zwei Tage von nicht da…

Ich bin nicht gänzlich unfleißig gewesen, nur leider wenig erfolgreich. Ich habe noch einige weitere Probeteile genäht. Ich hab es schon aufgegeben sie noch zu zählen…
Eines der Probekleider war noch wie das rot-rosa-Monster, ich hatte die notwendigen Veränderungen vorgenommen. Und dachte: Ja, nun sollte es sitzen. Von wegen, saß genauso blöde wie der Vorgänger + neue Probleme… es folgte noch ein weiteres, und dann habe ich den Ursprungsschnitt geistig in die Tonne gekloppt.

Da ich nun gelinde gesagt die Schnauze voll hatte, habe ich folgendes Experiment gewagt:
Ich habe ein T-Shirt genommen, es angezogen, mir Klebeband geschnappt, mich damit umwickelt, auf das Klebeband meinen neuen Schnitt gemalt und es ausgeschnitten. Und das ist jetzt der Schnitt den ich versuche zu optimieren. Es sieht nun etwa wie ein BH aus und wird dann einfach locker mit Stoff überzogen. So wie bei Daenerys Targaryen aus Game Of Thrones ;-)

www.fanpop.com

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Mein aktueller Stand sieht nun so aus:

Ja, es hat (noch) ein Loch vorne. :D kommt davon, wenn man komisch auf sich selber rummalt. Aber es sieht, wie ich finde, schon viel versprechender aus als die Versuche davor. Ich bin optimistisch, dass ich nach der nächsten Verbesserungsrunde ein passables Oberteil habe. [Aber das dachte ich bei denen vorher auch schon.. *hüstelhüstel*]

Wie dem auch sei, das ganze hat meinen Ehrgeiz und meinen Trotz geweckt. Ich lass mich doch nicht von einem blöden Schnittmuster klein kriegen! *grrr*

Vor allem haben mein Kerl und ich gestern halb Bonn auf den Kopf gestellt auf der Suche nach einem Hemd/einer Krawatte, die farblich zu meinem blauen Stoff passt. Das war ein Krampf, bis wir zufällig eine Krawatte gefunden haben, die wirklich fast exakt dieses Blau aufweist.
Ich muss also dieses Kleid nähen, sonst erwürgt er mich sicher :D

Probeteil Nr. 3

Deep am 3. Mai 2012 um 9:31 pm

Aller guten Dinge werden in meinem Fall nicht drei sein, sondern (hoffentlich) vier.
Ich habe den Ausschnitt überarbeitet und dafür einen anderen Stoff aus dem Lager verwendet (so kann man das Stofflager auch verkleinern :o)). Der Auserwählte heißt rotes Fahnentuch.

Das positive zuerst:
1) Die Träger sitzen nun an einer besseren Stelle.
2) Ein Probe anziehen zeigt, dass ich vermutlich keinen BH brauche O:-)
3) Es ist ordentlicher genäht :D
4) Eine Falter unter dem Unterbrustband sieht besser aus als wildes Rumgekräusel. Sie sollte allerdings eine Kellerfalte sein (ich hab sie falsch herum gefaltet *unschuldig guck*)

Das negative:
1) Meine Manipulationen am Ausschnitt haben ein paar andere Änderungen notwendig gemacht - war aber irgendwie klar. Und zwar muss ich den Part unter den Armen absenken und dafür sorgen, dass da wieder was Zug drauf kommt, denn so steht er nur locker ab. (Ich werde es wohl einfach wegschneiden.)

“Probeteil Nr. 2″ oder “Ein Alptraum in Rosa”

Deep am 2. Mai 2012 um 8:03 pm

Hilfe… dieser Futterstoff ist Krieg! Der rutscht, flutscht und verzieht sich, wo er nur kann. Gut, es ist Futterstoff er soll ja rutschig sein, aber ich bin es echt nicht gewohnt. Wenn man sonst nur Baumwollsatin verarbeitet, der zwar rutschig ist, dabei aber noch Griff hat, dann ist das hier echt eine Qual.
Dementsprechend beschissen bescheiden sieht es auch aus. Alles schief und krumm… Ich traue mich kaum es Euch zu zeigen. Wenn man es mit dem doch recht ordentlich genähtem ersten Probeteil vergleicht…. *schämt sich*

So, was kann ich aus diesem optischen Elend ableiten?
1) Der Stoff ist furchtbar zu verarbeiten - gut, dass er nur ein blödes Innenfutter am Original wird! Trotzdem: *Stecknadeln und Sprühstärke bereit legt*
2) Die Ausschnittform muss noch auf Neckholder optimiert werden (und ich hab einen Träger falsch angenäht)
3) Grundsätzlich scheint das einfache Verschließen des “Loches” am Rücken funktioniert zu haben
4) Es darf noch ein wenig an Weite weg bzw. ich werde wohl nicht kräuseln sondern Falten machen
5) Es muss ein Reißverschluss (RV) hinten rein

Und was mache ich nun?
Nochmal in mich gehen, den RV in den geänderten Schnitt einplanen, den Ausschnitt überarbeiten und hoffen, dass ich mich irgendwann traue den Originalstoff zuzuschneiden.. :D

Abendkleid - weniger Po

Deep am 21. April 2012 um 9:23 am

Ich hab nun am Schnitt das Loch hinten zugemacht und Weite rausgenommen, sodass dort weniger bis gar nichts mehr eingekräuselt wird. Am Probeteil habe ich das mal simuliert, sieht von der Seite so aus:

Weiter hab ich noch nichts dran gemacht, hatte diese Woche leider kaum bis keine Zeit.

Abendkleid - Probeteil (Nr. 1)

Deep am 15. April 2012 um 2:01 pm

Puuuh… ich habe nun ein Probeteil genäht, und was soll ich sagen? - Es ist gut so!
Für das Probeteil habe ich einen Stoff aus dem Vorrat genommen: ein lila-karierter luftig leichter Baumwollstoff, der aus zwei Lagen besteht, eine kleinkarierte und eine großkarierte Seite.
Bei diesem Vorgehen habe ich natürlich den Hintergedanken gehabt, dass ich ein nettes Sommerkleid habe, sollte der Schnitt auf Anhieb passen. - Was er selbstverständlich nicht tut.


Von vorne sieht es ganz nett aus. :-)
Was irgendwie seltsam ist, dass das Oberteil am kleinkarierten Teil rutscht, obwohl sich der Teil sogar ein wenig zu eng anfühlt. Verstehe ich nicht.
Die Träger rutschen gerne von den Schultern, die müssen auf jeden Fall weiter innen angesetzt werden, sonst wird man ja wahnsinnig! Vielleicht sind die ja sogar nur Schuld, dass es rutscht.
Und diese gerade Naht, die die beiden übereinander gefalteten Brustteile befestigt, finde ich nicht schön, aber die weglassen und die Teile unsichtbar zusammennähen, ist das kleinste Problem.

Ein Blick von der Seite offenbart eine große Unvorteilhaftigkeit.

An der Körpervorderseite finde ich es nicht so schlimm, ich möchte ja schließlich auch mein Speckröllchen kaschieren ;-) Der noch zusätzlich zur eigenen Masse aufgeplusterte Hintern geht allerdings mal so gar nicht!
Was tun? Vorne vielleicht ein bisschen weniger stark raffen, und für die Änderungen hinten, gucken wir uns erstmal die Rückansicht an.

Die Rückansicht war sowieso der Schwachpunkt am Schnitt. Ich bin mir vorher schon uneins gewesen, ob mir die überhaupt so gefällt.
So ein tieferer Rückenausschnitt sieht schon nett aus, aber mit diesem Steg darüber sieht es etwas merkwürdig aus. Ich mein, er verhindert wunderbar, dass einem das Kleid plötzlich von den Schultern rutscht und man sich oben ohne präsentiert. Einen BH kann man darunter auch verstecken, jedoch sieht es auch genau danach aus.
Nach dem Foto jetzt ist mir auf jeden Fall klar: Das geht so nicht!
Die Belege vom Rückenausschnitt wursteln sich “wunderschön” hervor, das “Loch” hängt irgendwie unmotiviert sackig rum, und durch die Kräuselung in der Rundung gibt’s es diese großartige Auffluffung des Hinterns.
Die Belege könnte man evt. am Futter festnähen, dann sollten sie auch innen bleiben. Bei dem Loch könnte ich die Kanten mit Nahtband verstärken, möglicherweise gibt das dem ganzen dann mehr Form, und die Kräuselung stark minimieren oder ganz weglassen.
Oder: Das Loch schließen und den Rockteil direkt an den Steg oben ansetzen.

Gut, ich werde dann die Tage mal das Schnittmuster überarbeiten, Stoff für ein weiteres Probeteil besorgen und nochmal neu nähen.

Zwei gute Dinge habe ich aber noch zu berichten:
a) Das Kleid näht sich recht flott, habe jetzt 2 Tage dran genäht.
b) Ich habe mich für einen Stoff entschieden. Zumindest so zu 90 %. XD
Das Kleid wird doch blau werden. Nachdem ich von mehreren Leuten gesagt bekommen habe, dass das aus meiner Auswahl die tollste Farbe sei, und die anderen dagegen so langweilig und leblos aussähen, hat man mich überzeugt. Scheinbar bin ich die einzige, die Bedenken hatte, dass mir die Farbe nicht stehen könnte. Die restlichen 10 % Unsicherheit liegen daran, dass es nicht der schöne glatte Seidensatin, sondern die struktrierte Dupionseide ist.

edit (18.04.12):
Stoff ist bestellt! Es ist tatsächlich die königsblaue Dupionseide geworden. Dazu habe ich noch ein Futterstoff-Schnäppchen aus Kunstseide (Cupro) geschossen. Die Farbe ist unterirdisch (ne Mischung aus altrosa und hautfarben), aber fühlt sich gut an, war günstig und wird eh keiner sehen. :D 99 cent pro Meter, der Versand kostet so viel wie 8m davon *lach* Ihr dürft einen Teil davon dann demnächst als neues Probeteil in voller Pracht sehen.

Abendkleid - Planung

Deep am 1. April 2012 um 8:29 pm

Nie hätte ich gedacht, dass ich mir mal (so viele) Gedanken über ein Abendkleid machen werde. Habe ich doch noch nie eines besessen. (Wozu auch? Es wäre dazu verdammt gewesen im Schrank zu zerfallen.) Aber gut, möglicherweise werde ich dieses Jahr wirklich eines (oder mehrere) brauchen.
So richtig vorstellen kann ich mir mich allerdings noch nicht wirklich in so einem Ding. Ich hoffe einfach mal, dass ich mich während des Fertigungsprozesses damit anfreunden werde.

Da das ganze Hinundherüberlegen wegen eines Schnittmusters ja zu nichts führt, habe ich gestern Nägel mit Köpfen gemacht und mir einen Schnitt gekauft.
Ausgewählt habe ich nun doch ein schlichtes Kleid. Eigentlich würde ich ja ein aufwändiges, pompöses Kleid für den Anlass besser finden, aber zum einen fehlt mir die Zeit dafür, zum anderen sollte ich vielleicht mit etwas kleinerem anfangen. Es wird schließlich das erste Mal werden, dass ich Abendrobe tragen werde. Ja, wirklich!
Das hier ist der Schnitt: Vogue V8360.
Stoffproben habe ich auch schon bestellt. Zwei davon sind auch schon angekommen. Sehr schöner Seidensatin, ich mag die Haptik der Stoffe.

Wie man sieht einmal schwarz und einmal petrol. Schwarz geht ja irgendwie immer, das Petrol finde ich auch ganz nett - mein Freund nicht :D
Ich warte mal ab, wie die anderen Proben sein werden. :-) Da wäre ein weiterer Grünton bei, sowie zwei Blautöne; und wenn mir alle Farben nicht zu sagen, dann wird es halt klassisch schwarz ;-)

edit am 3. April
Habe die anderen Stoffproben heute im Briefkasten gehabt. So ganz das richtige sind sie auch noch nicht :-(

Das Grün finde ich ganz hübsch, ist in Wahrheit etwas heller/grüner als auf dem Foto. Das Royalblau ist grandios, aber nur für Akzente nicht für ein ganzes Kleid (würde mir, glaube ich, auch nicht stehen). Das Dunkelblau ist naja.. dunkelblau halt. Sieht ein wenig leblos aus…
Das Grün wäre mein farblicher Favorit, nur hm… ich glaube diese typische Dupionseidenstruktur ist nicht wirklich meins. Auf meinem Foto sieht man es nicht so gut, das Shop-Bild ist da besser.
Schwere Geburt, vielleicht finde ich ja auch dem Stoffmarkt Mitte April etwas.

Sonniger Sonntag und wieder ein Rock

Deep am 26. März 2012 um 7:43 pm

So, der beim Nähtreffen angefangene Rock ist auch fertig und wurde von Schatz beim Sonntagsspaziergang abgelichtet.
Der verwendete Schnitt ist Modell 118A aus der August-Burda von 2011. Statt Wollstoff habe ich einen Rest schwarzen Jeansstoff verwendet, der auch so eben gereicht hat. Der Rock ist super einfach und schnell zu nähen. Zuschneiden, Abnäher und Seitennähte nähen, Beleg umbügeln, Falten legen, Schrägband an den Bund, säumen, Knöpfe und fertig!

Und das hier nur, weil ich es nett finde, vom Rock erkennt man ja nicht so viel. ;-)

Die Sonne scheint mir aus dem Arsch!

Deep am 23. März 2012 um 2:35 pm

Geil! Heute ist der erste Tag seit Wochen (Monaten?), an dem ich nicht das Gefühl habe, das Leben sei eine Schlampe und wolle mir ans Bein pissen. Das ist grandios! Wann bin ich das letzte Mal mit einem ständigen Lächeln durch den Tag gegangen? Ich weiß es nicht, aber heute HEUTE ist es so! :) Urlaub mit Sonnenschein ist genial! Ich bin quasi high davon :D

Diese freien Tage habe ich nach all den unschönen Dingen der letzten Monate so bitter nötig gehabt. Und dieses geile Wetter mit Sonnenschein, wo man Ende März im T-Shirt und Rock rumlaufen kann, das ist das i-Tüpfelchen.
Heute habe ich das Gefühl kann ich alles schaffen!
Heute bin ich in durchweg positiver Stimmung!
Heute ist ein großartiger Tag!
Heut’ träum ich nicht, heut’ leb ich was geträumt!
*postive Energie verteil*

Stoffvorräte reduzieren - Teil 3: ein Rock

Deep am 19. März 2012 um 5:51 pm

Es geht weiter! Noch kann ich keinen Fortschritt sehen, die beiden Regalfächer sehen immer noch voll aus, der Kleiderschrank noch “leer”. Ich nähe eindeutig zu selten. Zwei Wochen sind vergangen seit ich den Wollrock angefangen habe. Hätte man an zwei Tagen bequem schaffen können.
Was habe ich verwendet? Den Rest Wollstoff von der Uniformjacke, etwas von dem bezaubernden Blümchenschrägband für den Bund innen und eine Blütenapplikation. Macht zusammen einen schlichten schwarzen Rock mit dezenter Aufwertung, oder so ;-)


Einmal getragen mit schnell entferntem Hintergrund :D Wenn ich ihn mir so ansehe, dann hätte er ruhig noch ein paar Zentimeter kürzer sein dürfen.
Naja, immerhin hab ich heute schon ein Kompliment für die Strumpfhose bekommen. :-)


Detail Blütenapplikation


Und hier innen am Bund versteckt sich das Schrägband.

Einen zweiten Rock habe ich im Übrigen beim Nähtreffen gestern auch schon angefangen und sogar fast fertig. Darf jetzt nur nicht wieder zwei Wochen warten bis ich den Saum mache und den Verschluss annähe. ^^

PS: Ich hasse diese Kamera, die kann einfach keine vernünftigen Bilder machen. Für ein scharfes Bild braucht es mindestens 5 Versuche - tendenziell eher 10!

Rheinufer-Schlammkuchen / Mississippi Mud Pie

Deep am 9. März 2012 um 4:30 pm

Da ich ja im Rheinland wohne, hab ich den Kuchen auch mal schnell in Rheinufer-Schlammkuchen umgetauft. ;-)

Dieses Prachtstück von Schokoladenkuchen habe ich diese Woche gebacken. Rezept ist dieses hier mit - wie immer - kleinen Modifikationen.
Der Kuchen ist ein himmlisch-teuflischer Genuss, er versetzt einen zutiefst selig-glücklichen Zustand, zergeht auf der Zunge, und ist einfach eine Art Schoko(or)gasmus :D

Meine Zutaten für den Teig waren diese:
200 g Mehl
25 g Kakao
50 g Zucker
125 g Butter
20 ml Espresso
ein kleiner Schuss Rum

Die Füllung (die göttliche Füllung):
150 g Butter
230 g brauner Zucker
20 g Vanillezucker
4 Eier
200 g süße Sahne
1 guter Schuss Rum
1 TL Honig
150 g Blockschokolade (Zartbitterschokolade)
40 g Kakao

Deko:
200 g Sahne
200 g Quark
1 Pkg Sahnesteif
Vanillezucker nach Geschmack

Stoffvorrat dezimieren - Teil 2

Deep am 2. März 2012 um 4:29 pm

Nach der Pinselrolle folgt nun das im Eintrag zuvor erwähnte Oberteil (Butterick 5525, oben rechts).

Als nächstes werde ich dann einen Rock aus schwarzer Wolle in Angriff nehmen, und danach werde ich wohl oder übel neuen Stoff kaufen müssen, weil ich ein Abendkleid nähen werde. :D

Ich will…

Deep am 12. Februar 2012 um 8:11 pm

In 10 Minuten geht der Tatort los, vorher noch ein kurzer Eintrag. *hihi*

Ich habe den Stoff für das Oberteil zugeschnitten. Ich bin gespannt, ob es passt. Laut Maßtabelle habe ich den Schnitt zu klein gekauft…. Die Verkäuferin hatte mich einfach total überrumpelt als sie mich fragte in welcher Größe ich denn den Schnitt haben wollte. (Wie kann sie nur?! ;-) ) Meine Antwort: “Äh.. ja, keine Ahnung? So in Größe 40?” Keine Sekunde habe ich daran gedacht vielleicht mal einen Blick auf die Maßtabelle zu werfen… Naja, mal sehen. Auflegen des Schnittmusters auf gut passend Oberteile ergab zumindest, dass es passen könnte.
Notfalls sollte ich noch genug Stoff für einen zweiten Versuch haben. Frage mich wie die auf diese riesige Menge an Stoff gekommen sind für den Schnitt. Hab ich was vergessen zuzuschneiden? :D

Ahja, und warum ich eigentlich schreiben wollte, war das Lied, was mein mir mein Liebster gerade empfohlen hat:

edit sagt:
Beim Film schauen von Hand geheftet, es passt - juhu!

Und noch ein paar Sätze zum Lied. Ich weiß nicht warum, aber es bereitet mir gute Laune. Dabei ist der Text auf eine gewisse Art doch etwas traurig. Vielleicht weil man ein wenig wehmütig an seine Kindheit zurückdenkt, sich manchmal wieder dorthin wünscht, wo alles noch so unbeschwert war. Man hatte keine Verantwortung zu tragen, es wurde (kaum) etwas von einem erwartet, man war - ja - frei. Gleichzeitig liegt aber eine Quelle von Frohsinn und Freude in den Erinnerungen an Kindertage. In guten Erinnerungen schwelgen, ist etwas schönes. :-)
Die Zeile “Verdammt lang her als ich das Fell von meinem Hund gespürt hab ” erinnert mich allerdings daran, dass ich unserem Hund noch nicht an seinem Grab besucht habe.. Dabei liegt er da schon fast zwei Monate…

die nächsten Nähprojekte

Deep am 3. Februar 2012 um 9:46 pm

Drei Beiträge in einer Woche, uiuiui! Das ist wohl die Endschädigung für die langen Pausen, die es sonst immer gibt. ;-)

Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich als nächstes verarbeiten werde. Ich schwanke derweil zwischen zwei Dingen.
1) Wednesday-Winterrock - ein Klassiker und ich hab ihn schon mal genäht. Gemacht werden würde er aus dem Reststoff der Winterjacke
2) Oberteil mit Puffärmeln Butterick 5525 - da bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob es rechts oder links oben werden soll. Mal sehen, ob der Stoff überhaupt reicht. Ausgeguckt habe ich dafür den Stoff ganz rechts.

schnelle Resteverwertung

Deep am 1. Februar 2012 um 9:21 pm

Ein kleiner Mini-Schritt in Richtung “Stoffvorräte reduzieren”. Ich habe ein paar Reste, an denen ich schon ewig festgehalten habe, nun verarbeitet. Eher schnell und schmutzig als durchdacht und ordentlich, aber naja. Was weg muss, muss halt weg…
Akteure hierbei: ein Comic-Stoff in schwarzweiß, Wollvlies als Volumenvliesersatz und uralter anthrazitfarbener Blusenstoff.
Herumgegekommen ist *Trommelwirbel* eine Stifterolle aka Pinselhalter!

Könnte im Transportzustand so aussehen:

Wird aber eher so im Einsatz sein:

:-)

Engelskrieger-Jacke : jetzt getragen

Deep am 31. Januar 2012 um 8:34 pm

So, endlich schaffe ich es mal den Eintrag zu schreiben. Ich bin zur Zeit sehr viel beschäftigt, mit einem neuen Projekt auf der Arbeit (auch wenn das meine Freizeit [noch] nicht beeinträchtigt), mit Sport, mit diversen Terminen, mit Wohnungsputz und Aufräumen; und nebenbei hab ich mir ja auch noch vorgenommen meine Stoffe zu vernähen. Hoffentlich überfordere ich mich nicht. Aber bis jetzt klappt es recht gut (haha, seit 1,5 Wochen), und das einzige, was darunter “leidet”, ist die Zeit, die ich vorm PC verbringe (also keine verlorene Zeit). Und, ich fühl mich gut damit, weil ich abends echt das Gefühl habe, ich habe was geschafft. (Der Tag dürfte aber trotzdem gerne mehr Stunden haben.)

Gut, aber ich wollte nun Tageslicht-Bilder von meiner Jacke zeigen und ein kleines Resümee verfassen. Fangen wir mit dem Resümee an.
An positiven ist zu sagen, dass sie mir wirklich sehr gut gefällt. Bis auf ein paar Kleinigkeiten habe ich es geschafft ordentlich zu arbeiten. Die Schulterriegel sind mein ganzer Stolz und die Paspel ist ebenfalls ziemlich ordentlich geworden ist (gerade fürs erste Mal).
Sie sitzt so weit ganz gut, es gibt zwar noch Optimierungsspielraum, doch ich bin echt richtig zufrieden. Die Ärmel hätten einen paar Zentimeter länger sein können, an der ein oder anderen Stelle sind ein paar Falten und der Halsausschnitt ist was knapp, weswegen sie auch nicht ganz geschlossen getragen wird (wäre mir mit den Augen&Haken aber eh zu lästig).
Eine weitere Kleinigkeit, die ich nicht bedacht habe, ist, dass in der Anleitung der Verschluss der Jacke auf Höhe der letzten Knöpfe endet. Ich habe einen Reißverschluss eingenäht und dieser reicht bis zum Saum. Das ist kein Problem so lange man sich nicht hinsetzt, denn dann braucht man im Saumbereich mehr Umfang, sprich: Es ist ein wenig eng. Daher werde ich zum nächsten Winter auch einen neuen kürzeren Reißverschluss einnähen, der auf Höhe des letzten Knopfes endet.
Gelernt habe ich nun auch, dass man Paspeln beim Nähen ganz leicht anschieben sollte, sodass sie minimal länger sind als die Stoffkante. (Danke für diesen Hinweis, arwenabendstern.) Aus dem Grund klappt wohl mein Kragen immer hoch und ich musste ihn festnähen, damit er unten bleibt.

Soviel spontan dazu, nun die Bilder:

Engelskrieger-Jacke : A sneak preview

Deep am 24. Januar 2012 um 10:00 pm

Meine Finger sind wund, ein Wunder, dass sie nicht bluten. Sie fühlen sich so an. Eine Nadel durch vier Schichten Wollstoff drücken (an manchen Stellen sogar acht), schreit nach Hornhaut auf den Fingern. Die habe ich (noch^^) nicht.
Wie dem auch sei…
MEINE JACKE IST FERTIG!!!

Hier ein kleiner Ausblick:

Wenn ich gute Fotos gemacht habe (Tageslicht), dann gibt es mehr zu sehen. Und ein Resümee (Résumé) wird es auch geben. :-)

Das Ende ist nahe!

Deep am 22. Januar 2012 um 10:28 pm

Dank Sianas Besuch heute war ich fleißig und bin dem Ende meiner Jacke wieder ein gutes Stück näher gekommen. So weit, wie ich gehofft hatte, bin ich leider nicht gekommen, weil ich zwei Nähte wieder auftrennen musste, aber immerhin das Ende ist nah *theatralisch*.

Letztes Wochenende hatte ich im Zug schon die Ärmelsäume genäht. Leider sind mir die Futterärmel dabei zu kurz geraten und ich musste sie heute nochmal neu machen.
Kann man hier sehen. Die Ärmel stauchen sich total durch das zu kurze Futter.

Diesen Mangel habe ich heute behoben. Danach wurden vorne die Belege (?) umgeschlagen und abgesteppt. Das ist der Teil den ich ebenfalls neu machen “musste”, weil mir die Naht nicht gerade genug war. Jetzt ist sie okay und ich habe den Reißverschluss mit Stecknadeln fest gesteckt.
Das ist der aktuelle Stand nun:

Was noch zu tun ist:
- Reißverschluss annähen (erstmal von Hand vorheften und dann richtig festnähen)
- Knöpfe annähen
- Kragen am hochklappen hindern
- sich über die neue Jacke freuen =)

Herzchen und ein Ziel für 2012

Deep am 12. Januar 2012 um 9:59 pm

Auf Wunsch des Herrn habe ich ihm Valentinsmuffins gebacken. Da ich annehme, dass sie den Transport zu ihm nicht so gut überstehen werden, zeige ich nun hier ein Foto in voller Pracht (inkl. kleiner Bildbearbeitung).

.

Und dann habe ich mir noch ein Ziel für 2012 vorgenommen. (Normalerweise mache ich so etwas nicht.)
Das Ziel ist folgendes:

Das muss in meinen Kleiderschrank! Wenigstens 3/4 davon bis zum Jahresende!
Die beiden Fächer sind voll und ich will (wie immer) schon wieder neuen Stoff kaufen, dabei habe ich noch so viel daheim, der einfach nur vor sich hin altert…